Die Schutzbrille und der Schrauber


 
 
 

Die Schutzbrille ist schon seit langem ein unverzichtbarer Bestandteil der persönlichen Sicherheitssausrüstung (PSA). Sie leistet auch dem Autoschrauber gute Dienste.

Es ist schon seit Jahrzehnten selbstverständlich, dass man bei Arbeiten wie dem Umgang mit dem Winkelschleifer, am Schleifenbock oder am Bandschleifer eine Schutzbrille aufsetzt. Mittlerweile ist sie auch beim Bohren, Fräsen und Drehen Vorschrift und wird auch von vielen Schmieden am Amboss getragen.

Dem Autoschrauber leistet sie aber auch gute Dienste, wenn es an Arbeiten geht, zu denen man unter den Wagen muss. Es gibt die alte Regel, dass man sich beim Autoschrauben immer einmal eine Hand aufschindet. Ähnlich eklig ist es, wenn man unter dem Auto liegt und einem der Dreck von oben in die Augen fällt. Wenn man das Glück hat, eine Hebebühne zur Verfügung zu haben, mag das ein bisschen besser sein, aber davor gefeit ist man auch so nicht, weil man eben nach oben schauen muss, wenn man an der Wagenunterseite arbeitet.

Fremdkörper wie Schmutzteile im Auge sind zwar in der Regel relativ harmlos, aber nicht immer. Auf jeden Fall sind sie unangenehm und wenn man sie vermeiden kann, sollte man das tun. Und Abhilfe ist hier einfach: Einfach eine Schutzbrille aufsetzen!

Meistens tut man es doch nicht, denn typischerweise ist die Schutzbrille, die irgendwo in der Werkstatt herumliegt, so verdreckt, verbrannt und verkratzt, dass man im Dämmerlicht unter dem Auto so ziemlich nichts mehr damit sieht. Man setzt sie – hoffentlich – dann bloß noch zum Schleifen und Flexen auf und ärgert sich, dass man kaum etwas sieht.

Das ist unnötiger Ärger: Schutzbrillen kosten nicht viel. Es kommt daher nicht übermäßig teuer, wenn man sie austauscht, so wie sie ein paar Kratzer haben und man nicht mehr optimal hindurch sieht. Dann sieht man durch sie hindurch auch unter dem Auto genau, was man macht. Wenn einem dann auch nicht mehr ständig der Dreck in die Augen fällt, arbeitet es sich wesentlich angenehmer.

Auch bei den Arbeiten, bei denen man sie sowieso aufsetzt, macht sich eine Schutzbrille, durch die man gut hindurch sieht, bezahlt: Beispielsweise ist es dann kein Problem mehr, beim Zurichten von Blechteilen mit der Flex genau nach dem Bleistiftstrich zu arbeiten, was mit den verkratzten Scherben, die normalerweise in Schrauberwerkstätten herumliegen, meist nicht möglich ist.

Es ist daher garantiert keine schlechte Idee, beim Besuch im Autoteileladen oder im Baumarkt immer wieder einmal auch eine Schutzbrille mitzunehmen, sodass man immer ein nagelneues Exemplar in der Schublade hat. Außerdem kann man ja auch zwei Schutzbrillen in Benutzung haben, von denen man die eine konsequent nur für Arbeiten verwendet, bei denen sie nicht durch Funkenflug mit der Zeit undurchsichtig wird. Falls man Brillenträger ist und eine spezielle Schutzbrille benötigt, unter der man die optische Brille tragen kann, kann man sich auch zusätzlich eine einfache Schutzbrille zulegen, die man dann „fürs Grobe“ verwendet, also für Arbeiten, bei denen man die optische Brille nicht unbedingt benötigt.

Volker Wollny