Mazda CX-3: Allrad ist das Schwert des Samurai


 
 
 

Der Mazda CX-3 versteht sich als feiner Sportler im Segment der Mini-SUV. Frisch überarbeitet, erwärmt er als 115-PS-Diesel mitsamt Allradantrieb das Fahrerherz. Sein Design weckt die Liebe aber schon im Stand.

Bei Mazda läuft es rund. So gilt die aktuelle Modellpalette nicht nur bei Fachleuten als ausgesprochen attraktiv. Der Markenkern der Japaner folgt einem messerscharfen Profil: Sportlichkeit verbindet sich mit technischer Eigenständigkeit und einem Design, das Blicke auf sich zieht.

„Kodo – Soul of Motion“ nennen sich diese fließenden Blechanzüge, in denen sich scharfe Linien über die Karosserie ziehen. Für einen 4,27-Meter-Crossover sieht der CX-3 aus jeder Perspektiv­e hinreißend aus.

Schon erste Kilometer offenbaren, dass der CX-3 kein Blender ist. So wirkt er aufgrund seiner direkten Lenkung sowie dem kompetent abgestimmten Fahrwerk quirlig und wendig.

Trotzdem ließ Mazda dem CX-3 für das neue Modelljahr eine umfassende Modellpfleg­e zukommen. Optische Retuschen waren da die kleinst­e Fingerübung. So wurde der Innenraum weiter optimiert, was mehr Platz und Komfort einbrachte. Einerseits darf man sich nämlich über verbesserte Sitze und Geräuschdämmung freuen, andererseits bietet das SUV durch Umstellung auf eine elektronische Handbremse nun mehr Bewegungsfreiheit und eine Mittelarm­lehne samt Staufach. Fast schon unvermeidlich, zogen nun auch im CX-3 Assistenzsystem­e vom Kollisionswarner bis zum adaptiven Tempomaten ein. Damit fährt es sich samt Spurhalteassistent und Head-up-Display auf der Autobahn schon wie in einem Großen.

Nachts leuchten in der getesteten Modellversion „Revolution Top“ adaptive Matrix-LED-Scheinwerfer die Fahrbahn automatisch perfekt aus. Trotz aller Neuerungen geht’s bei einem Mazda aber ums Fahren. Und da ließ der TT-Testwagen mit 115-PS-Diesel und Allradantrieb bezüglich Dynamik und Souveränität keinerlei Wünsche offen. 270 Newtonmeter bei 1600 Touren sind in allen Lebenslagen Drehmoment satt. Dazu stieg der Verbrauch des Euro6d-Temp-Diesels auch im Winterbetrieb kaum über sechs Liter. Zusammen mit dem bei Mazda gewohnt knackigen Sechsganggetriebe ergibt dies freudvolles Fahren.

Der im Revolution-Top-Testwagen verbaute Allradantrieb (Revolution 2 WD, 27.290 Euro) lenkt den CX-3 über das ganze Jahr wie auf Schienen.

In Tirol zählt ein Allradantrieb ohnehin immer zu den sinnvollsten Extras. Schon allein, da 4WD über den (garantiert) erhöhten Wiederverkauf letztlich praktisch umsonst sein kann. Nicht nur, dass der CX-3 leicht heckbetont geradezu durch den Schnee tänzelt, ist ihm auch keine verschneite Straße zu steil.

Schon die Form sagt: eher Fahrerauto als Familienkutsche. So sind der (gut nutzbare) Kofferraum sowie das Raumangebot im hinteren Karosseriebereich nicht die Stärke des CX-3. Das kompakte SUV versteht sich eben mehr als innen und außen schön gemachtes Sahnestück denn als Nutztier.

Ab 19.790 Euro – minus aktuell 2000 Euro Bonus – oder monatlich 109 Euro geht’s los – Navi teils gratis. Unser vollausgestattetes Allrad-Topmodell bilanzierte mit 31.690 Euro.