Subaru machte den Allrad in der Schweiz salonfähig


 
 
 

40 Jahre sind es her, seit der erste Subaru auf den Schweizer Markt kam. Damals revolutionär war der Allradantrieb des Subaru 1600 4WD auf dem Schweizer Markt. Wegen seines nicht berauschenden Aussehens belächelt, eroberte der Allrad-Kombi das Land im Sturm. Eine Ausstellung im Museum Emil Frey Classics in Safenwil zeichnet die Subaru-Erfolgsgeschichte nach. Die Ausstellung wurde im Beisein des Subaru-Markenbotschafters Bernhard Russi eröffnet.

Es war zweifellos ein gutes Gespür, das die Importfirma Streag AG (Emil Frey-Gruppe) mit dem Import der japanischen Marke Subaru hatte. Und   s war ein ganz cleverer Schachzug, dass ein erfolgreicher Bergler namens Bernhard Russi als Markenbotschafter eingesetzt wurde. Ursprünglich hat man ihn aufgeboten, um für Jaguar Werbung zu machen. Es kam anders und Bernhard Russi hat anlässlich des Jubiläums selbst gesagt, dass er über all die Jahre gerne Markenbotschafter von Subaru war und immer noch ist.

Neben der Ausstellung erschien auch ein Jubiläumsbuch, das anlässlich des Jubiläums vorgestellt wurde. Bezeichnend darin ist der Titel des Grusswortes von Walter Frey: «Das perfekte Auto für die Schweiz». Bernhard Russi titelte in seinem Grusswort: «Die Katze im Sack gekauft». Wie die Nonne zum Kind kam eben Russi zu Subaru. Das Buch ist sehr süffig geschrieben und mit vielen schönen und aussagekräftigen Bildern versehen.

Subaru passte ideal zur Schweiz
Was am Anfang noch keiner wusste: Subaru passte bestens zur Schweiz. Er war ein Kletterer, zudem geräumig und erst noch kostengünstig zu haben. Dank viel Bodenfreiheit und zuschaltbarem 4-Rad-Antrieb blieb er weder auf Schnee und Eis, noch auf Waldwegen oder nassen Wiesen stecken.

Der Firmenpatron Walter Frey hatte einmal mehr den richtigen Riecher, als er Bernhard Russi als idealer Markenbotschafter anheuerte. Der populäre Abfahrtsweltmeister und Olympiasieger aus Andermatt präsentierte das Fahrzeug am 9. Februar 1979 in einem dreiminütigen (!) TV-Spot. Offenbar äus-serst glaubwürdig: Sein «Truckli», wie er seinen Subaru abseits der Mikrofone gelegentlich nannte, eroberte die Schweiz im Nu: Bereits zwei Jahre später war der 1600 4WD der meistverkaufte Kombi.

Der Anfang des Allradbooms
Am Anfang stand das erschwingliche Allzweckauto vor allem bei der Bevölkerung in den Voralpen, dem Jura und im Berggebiet hoch im Kurs. Erleichterte es ihnen doch die Transporte von Material, Kind und Hund in die abgelegenen Gebiete auch bei misslichen und schwierigen Strassenverhältnissen.

Der unscheinbare Personenwagen stand am Anfang des Allradler-Booms in der Schweiz. Bis dahin lag der 4 × 4-Marktanteil bei weniger als einem Prozent und betraf ausschliesslich Geländewagen; heute verfügt jedes zweite verkaufte Fahrzeug in der Schweiz über dieses Antriebssystem. Subaru, der 4 × 4-Pionier, hat diesen Boom massgebend ausgelöst.

Bis Ende 2018 350’000 Subarus in der Schweiz verkauft
Im Dezember 2018 wurde der 350’000. Subaru in die Schweiz eingeführt.

Der Impreza – das emotionale Auto
Mit dem Impreza GT Turbo baute Subaru auch ein emotionales Auto. Dieser war von den Rallye-Boliden abgeleitet, mit denen Subaru 1995, 2001 und 2003 die Fahrerwertung der WRC-Weltmeisterschaft gewann. Später beglückten die Japaner ihre sportliche Fangemeinde mit dem WRX STI 4 × 4, einer Fahrmaschine, die zuletzt von einem 2,5-Liter-Boxerturbo mit 300 PS befeuert wurde. SUBARU gewann 1996, 1997 und 1998 auch noch die WRC-Marken-Weltmeisterschaft.

Allrad-Pionier, Rallye-Sieger, Kultauto
Die Sonderausstellung zum Jubiläum «40 Jahre Subaru in der Schweiz» im Museum Emil Frey Classics in Safenwil dauert bis am 4. Mai 2019. Zu sehen gibt es verschiedene Subaru-Modelle der letzten 40 Jahre, darunter die Rallye-Autos von Weltmeister Colin McRae und Richard Burns sowie Bernhard Russis erster Subaru mit dem Kontrollschild «UR 5000».

Öffnungszeiten und Eintrittspreise unter www.emilfreyclassics.ch