Opel Calibra: Unser Klassiker des Tages


 
 
 

Über den Opel Calibra wird gerne die Nase gerümpft: zu anfällig, zu rostig, zu prollig. Seine Qualitäten wie Allrad, Turbo und V6 gehen dabei unter.

Die Meinungen zum Opel Calibra scheinen zementiert. Als Opel den Manta-Nachfolger 1989 brachte, war er vielen zu bieder. Dann rostete er in den Augen seiner Kritiker viel zu schnell. Schließlich erwarb er sich einen zweifelhaften Ruf als Basis für wildes Tuning. An der Kritik ist natürlich was dran. Doch sie lässt außer Acht, was der Calibra alles kann. Zuerst ist da der niedrige Luftwiderstandsbeiwert von 0,26. Der machte den 2+2-Opel zu seiner Zeit zum Aerodynamik-Weltmeister. Die Ausstattung beinhaltete auf Wunsch jede Menge Schnickschnack, etwa Ledersitze oder weiße Tachoscheiben. Der Zweiliter-Vierzylinder unter der Haube kam in der Basis auf 115 PS. Als 16V waren es 150, als V6 170, der 16V Turbo brachte es auf 204 PS. Und das in Verbindung mit Allrad!

Dynamisches Talent und gute Ersatzteillage

Speziell in dieser Konfiguration spielt der Calibra die volle Bandbreite seines dynamischen Talents aus, flitzt zackig um spitze Kehren und rollt ein paar Kilometer weiter satt und komfortabel geradeaus. Im Schnee quer fahren? Für den Allrad-Calibra gar kein Problem. Opels Erfolgsmodell des spaßigen Wagens mit erprobter Großserientechnik greift auch beim Calibra. Die technische Basis teilt er sich mit dem ersten Vectra. Das bringt Probleme mit sich, sichert aber auch bis heute eine gute Ersatzteilversorgung. Als Turbo bietet der Calibra auch nach dreißig Jahren noch viel Leistung und geballte Ingenieurskunst für wenig Geld. Und die Chance, ohne viel Aufwand an ein cooles Auto zu kommen. Die Klassiker-Szene hat den schnittigen Calibra nämlich noch immer nicht so richtig liebgewonnen.