BMX X3 M: Dynamiker im SUV-Segment

BMX X3 M

 
 
 

BMW bietet den X3 als auch X4 als M-Modell an. So unterwegs, leisten die beiden SUVs der Münchner je nach Motorisierung 480 beziehungsweise 510 PS.

Damit beweisen die Münchner, dass sportliche Fahrzeuge nicht unbedingt flach und unbequem sein müssen. Die beiden SUVs stehen ab September zu Preisen von rund 85.000 Euro beim Händler.

BMW X3 und X4, einmal eine klassische 4,70-Meter-Mittelklasse, der andere ein schnittigeres SUV-Coupé, treten in der aktuellen Generation erstmals als waschechte M-Modelle auf. In der Vorgängergeneration gab es zwar dynamische Varianten, jedoch keine konsequent auf Hochleistung ausgelegten Allrad-Sportler.

X3 und X4 mit Reihensechszylinder

Beim Antrieb setzen beide auf einen Reihensechszylinder – der V8 ist für die großen Brüder X5 und X6 reserviert. Der 3,0-Liter-Motor leistet in der Basisvariante 480 PS, alternativ gibt es gegen rund 10.000 Euro Zuzahlung eine „Competition“-Version, die mit 510 PS aufwartet. Das Drehmoment beträgt hier wie da 600 Newtonmeter, liegt allerdings beim „Competition“ über ein noch etwas längeres Drehzahlband an.

Das PS-Plus macht ein Zehntel bei der Standard-Beschleunigung aus: 4,2 statt 4,1 Sekunden gibt BMW an. Die fünf Zähler mehr bei der Vmax 285 sind hingegen dem neu programmierten, elektronischen Riegel geschuldet und nicht der Mehrleistung.

Unterwegs mit Achtgang-Automatik

Überhaupt stellt der BMW-Reihensechser seine Kraft über eine enorm weite Spanne zu Verfügung. Zwar braucht er erstmal 2600 Touren, um sich vollends ins Zeug zu legen; die zu erreichen ist für die beiden Turbolader aber ein Kinderspiel. Dafür bleibt das Drehmoment bis 5600, beim Competition sogar bis fast 6000 Umdrehungen konstant. Erst jenseits der 7000er-Marke zwingt der Begrenzer die Achtgang-Automatik zum Schalten.

Die Hochleistungs-SUV schicken ihre Kraft immer über alle vier Räder an die Straße schicken. Zwar ist der Allradantrieb hecklastig ausgelegt und erlaubt beim Rausbeschleunigen aus der Kurve je nach ESP-Einstellung mehr oder weniger große Schlenker mit dem Bürzel. Auf einen Drift-Modus wie in der Limousine M5, hat BMW aber verzichtet.

Keine Bevormundung des Fahrers

„Heckgetrieben mit viel Reserve“, nennt M-Chef Markus Flasch die Abstimmung nicht ohne Stolz. Und Flasch weiß, worauf es ankommt, schließlich hat er mit dem 8er zuvor das wohl emotionalste Auto im BMW-Programm verantwortet. Und tatsächlich: Nur die wenigsten Fahrer dürften sich im Sport-Modus von der Technik bevormundet fühlen, fahren aber im Alltag mit der Gewissheit bester Traktion, die beide X-Modelle mit der Leichtigkeit eines flachen Coupés durch die Kurve pfeilen lässt.

Zahlreiche Verstrebungen sorgen außerdem dafür, dass die Karosserie steif und sicher auf der Straße liegt. Und weil man bei der Kurvenhatz gern mal vergisst, welche Masse man unterm Hintern hat, überlässt BMW auch bei den Bremsen nichts dem Zufall und montiert hinter serienmäßigen 20-Zöllern die Stopper aus dem Zwölfzylinder-Dickschiff M760Li, die extrem bissig reagieren. So, wie es sich für einen echten Sportwagen eben gehört.