T-Roc: Das ist die perfekte Welle

SUV (Symbolbild)

 
 
 

Dauertest: Warum der neue VW-T-Roc sogar den Golf herausfordert.

Mit dem T-Roc surft der Volkswagen-Konzern momentan auf der perfekten Welle – im Bereich der Kompakt- SUV. Wie sonst wäre es zu erklären, dass der höher aufgestellte Fünftürer sogar seinem Stall-Bruder und ewigen Klassenbesten, dem VW Golf, in der Zulassungsstatistik ernsthafte Konkurrenz macht. Der T-Roc überzeugt im Dauertest mit starkem Fahrverhalten, starker Allrad-Leistung und starkem Allround-Auftritt im Fahreralltag.

Design: Klare Linien, modern und schnittiges Design. Der Kompakt-SUV trifft auch hier voll den Geschmack des Zeitgeistes. In der R-Line-Variante kommt der T-Roc noch um einiges sportlicher und dynamischer daher. Zahlt sich in jedem Fall aus, macht den Unterschied und ist von den Kosten her (ca. 1300 Euro) noch überschaubar.

Innenraum: Im Vergleich zu den größeren Brüdern (Tiguan und Touareg) wird bei den Materialien mehr Kunststoff verwendet, das Cockpit ist sonst aber typisch VW: modern, zeitlos, intuitiv und übersichtlich. Auch als Reminiszenz an die jüngere Zielgruppe ist nicht nur eine Zweifarbenlackierung außen möglich, sondern auch der Innenraum lässt sich auf Wunsch farblich individuell gestalten. Insgesamt sind 24 Kombinationen möglich. Beim Infosystem und der Konnektivität (Car Play) fährt Volkswagen sowieso vorne mit.

Fahrwerk: Eine der Stärken des neuen T-Rocs ist das Fahrverhalten. Die OÖN sind mit der Allrad-Variante (4Motion), 7-Gang-DSG und 150 PS unterwegs. Das Auto liegt ruhig auf der Straße, lässt sich dank Sportfahrwerk auch bei leichten Geländefahrten nicht aus der Spur bringen und steckt Unebenheiten beeindruckend weg. Auf der Autobahn bietet der T-Roc einen Komfort, den man oft nur von größeren SUV gewohnt ist. Der Allrad in Verbindung mit dem geringen Gewicht (1530 Kilogramm) macht nicht nur im Winter Spaß, sondern ist auch im Sommer in Hügel- und Berglandschaften ein Antrieb.

Platz und Transport: Der T-Roc bietet für einen Kompakt-SUV ungewöhnlich viel Platz. Der Fahrer sitzt hoch, mit guter Rundumsicht und Beinfreiheit. Auch auf den Hinterbänken kommt man bei einer Größe unter zwei Meter sehr gut unter und weg. Der Kofferraum (1290 Liter) mit dem Doppelboden gibt ebenfalls wenig Grund zum Sudern – das Mountainbike passt rein, dem Italien-Urlaub steht nichts im Wege.

Motor: Mit der Kraft der vier Räder (Allrad, 4Motion) und 150 PS beschleunigt der T-Roc sehr gut und lässt sich auch bei Überholmanövern nicht einbremsen. Den Sprint auf 100 Meter legt er in 8,4 Sekunden zurück – ein im Vergleich ziemlich akzeptabler Wert. Das 7-Gang-Doppelkuppelungsgetriebe verrichtet seinen Job mühelos und unaufgeregt. Ein Plus sind in dieser Wagenklasse auch die Assistenzsysteme wie automatischer Abstandhalter, Front-Assistent und Toter-Winkel-Warner. Beim Verbrauch liegt der T-Roc im Test bei 6,1 Liter pro 100 Kilometer.

Fazit: Der T-Roc ist eine moderne und interessante Alternative zum Golf-Klassiker aus dem Volkswagen-Haus. Für alle, die prinzipiell mehr Auto-Individualität wollen, sowieso lieber einen trendigen Kompakt-SUV fahren und im Speziellen generell im Leben einfach höher hinaus (sitzen) wollen.