Kommentar: Des Allrad-Autos neue Kleider

SUV (Symbolbild)

 
 
 

Es ist das rote Tuch aller ökologisch denkenden Stadtbewohner: das SUV. Das „Sport Utility Vehicle“ oder „Geländelimousine“ sollte mit erhöhter Bodenfreiheit und einer selbsttragenden Karosserie einem echten Geländewagen zumindest nahekommen. Das SUV ist somit definitionsgemäß kein Geländewagen, sollte aber zumindest mit einem Graben oder einem Forstweg nicht heillos überfordert sein. Einmal ganz abgesehen von prinzipiellen Überlegungen wie hohem Sprit- oder Platzverbrauch, mangelt es etlichen SUVs offenbar an der Grundfunktion, wie der Blog „Motor Junkies“ nun in einem ätzenden Artikel publizierte. Dort listete man nämlich kürzlich die „miesesten 30 SUVs“ auf unter dem warnenden Titel: „Mit diesen Autos sollten Sie sich keinesfalls ins Gelände wagen!“

Ohne jetzt die Liste im Detail durchgehen zu wollen, finden sich unter dem Prädikat „nutzlos“ darauf gleich etliche namhafte Hersteller. So hat es Ford gleich zweimal in die Top 3 geschafft mit dem Ford Explorer und dem Ford Bronco II. Dahinter folgt der Audi SQ5. Auch der Mercedes GLS 63 („teuer, groß, viel zu schwer“) oder der Hummer H („sauteuer und völlig sinnlos“) fielen glatt durch. Überraschenderweise ging man auch mit den neueren Modellen aus dem Hause Range Rover, an sich das Role Model aller Geländewagen, hart ins Gericht. Auch der BMW X6 („sieht aus wie ein Frosch und würde im Gelände beschämen“) fand keine Gnade. Tenor: Wenn schon Gelände, dann wirklich. Und bitte nicht in der der Stadt.