Der Jaguar F-Pace 30d mit Allrad

Stylishe Front, elegante Seitenlinie: Mit dem F-Pace hat Jaguar ein schickes Lifesyle-SUV am Start.

 
 
 

Schicke Optik, starker Motor

Heidelberg. Kürzlich legte Jaguar beim F-Pace noch einen oben drauf. Die Edelschmiede von der Insel schickte den F-Pace SVR ins Rennen. Und das kann man wörtlich nehmen: Es ist ein SUV mit 550 PS. Ein Kraftpaket, das sich in 4,3 Sekunden auf Landstraßen-Tempo schiebt, den Koloss auch dank 680 Newtonmetern zu einer pfeilschnellen Rakete macht. Der SVR bildet die Speerspitze im F-Pace-Programm.

Doch das beinhaltet auch ein paar andere interessante Varianten. Den 30d zum Beispiel. Ein Diesel, der mit seinen 300 PS bereits extrem gut motorisiert ist. 241 km/h in der Spitze, in 6,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das sind Werte, die kaum Wünsche offen lassen, und bei der heutigen Verkehrslage ohnehin kaum mehr zu realisieren sind – was sich während der Testfahrten einmal mehr gezeigt hat.

Deutlich wurde rings um Heidelberg noch etwas anderes: Mit 300 PS kann man auch sparsam unterwegs sein. Der 3,0 Liter starke Sechszylinder mit Biturbo-Aufladung unter der Haube begnügte sich mit 7,5 Litern. Zwar liegt er damit immer noch rund 1,5 Liter über der Herstellerangabe, pendelt sich aber trotzdem auf einem sehr guten Niveau ein. Und das, obwohl der F-Pace auch ab und an im Mannheimer Stadtgebiet unterwegs war, wo sich manch anderer Mitbewerber in der Vergangenheit bei über zehn Litern eingereiht hat.

Apropos Stadt, natürlich ist auch der F-Pace kein perfektes Auto für die City. Mit seinen 4,73 Meter pendelt er sich irgendwo in der Mitte ein, ist einen Tick länger als ein Porsche Macan (4,68 Meter), dafür aber deutlich kürzer als ein Audi Q7 (5,05 Meter). Rückwärts einparken ist trotzdem nicht zwingend ein Vergnügen. Die Rückfahrkamera ist hier eine große Hilfe.

Zum Fahrgefühl: Sportlich trifft es ganz gut. Er fühlt sich auch auf kurvigen Passagen wohl, kann sie bei Bedarf auch mal im Sturm nehmen. Seine eigentliche Stärke liegt aber auf der Langstrecke. Es ist schon ein erhabenes Gefühl mit diesem F-Pace über die Autobahn zu düsen. Mit 140 km/h einfach mal so dahinzugleiten. Hinzu kommt ein Platzangebot, das überzeugt. Selbst in der zweiten Reihe kann man sich langmachen. Zu zweit sowieso – aber eben auch zu dritt.

Als großzügig geht auch der Kofferraum durch: 650 Liter passen rein, legt man die Sitze um, werden es 1740.

Weiter mit der Optik: Mächtiger Kühlergrill, stylishe Frontpartie, betont elegante Seitenlinie und obendrauf noch diese extra schmalen Rücklichter – fertig ist er, der F-Pace.

> Fazit: Mit dem F-Pace hat Jaguar ein extravagantes SUV im Angebot, das gefällt. Viele Vorzüge hat. Echte Schwächen zu finden, ist schwierig. Eine kleine ist aber sicher der Drehschalter, der für die Steuerung der Automatik benutzt wird. Denn so schick der auch ist, ab und an „hängt“ er etwas und verhindert so das schnelle hin und her switchen zwischen „D“ und „R“.

Gut möglich, dass der Drehknopf aber ohnehin schon bald ausgedient hat, denn auch im neuen Range Rover Evoque setzen die Briten wieder auf einen herkömmlichen Hebel.

Hintergrund

Jaguar F-Pace 30d AWD

Hubraum (ccm): 2993

Zylinder: 6

Maximale Leistung (PS): 300

Maximales Drehmoment (Nm): 700

Höchstgeschwindigkeit (km/h): 241

Beschleunigung 0 auf 100 km/h (s): 6,4