Nissan zeigt Leaf mit 309 PS und Allrad

Leaf mit 309 PS und Allrad

 
 
 

Der global erfolgreiche Stromer bekommt erstmals einen Twin-Motor.

Anfang des Jahres hat Nissan den aktuellen Leaf ordentlich aufgerüstet. In der zusätzlichen „e+“-Version leistet der kompakte Stromer 217 PS und verfügt über eine 62 kWh-Batterie. Doch nun gehen die Japaner noch einen Schritt weiter. Anhand eines Leaf-Prototyps geben sie einen Ausblick auf ihre nächste Elektroauto-Generation. Und bei dieser ist fast alles neu.

Leaf mit 309 PS und Allrad

Wie die vor kurzem enthüllte, seriennahe Crossover-Studie „Ariya“ verfügt dieser Leaf über gleich zwei Elektromotoren. Diese sind an Vorder- und Hinterachse verbaut und arbeiten unabhängig voneinander. So gerüstet, entwickelt der kompakte Stromer eine Systemleistung von 227 kW (309 PS) und ein maximales Drehmoment von 680 Nm. Angst vor mangelnder Traktion braucht man deshalb aber nicht haben. Denn durch das Zusammenspiel der Aggregate lässt sich ein elektrisches Allradsystem umsetzen, das blitzschnell reagiert und die Leistung somit immer perfekt verteilt.

Mischbereifung und Radhausverbreiterungen

Fahrleistungen nennt Nissan zwar nicht, diese dürften aber ziemlich beeindruckend ausfallen. Passend dazu gibt es eine 17 Zoll Mischbereifung mit Pneus der Dimension 215/55 (vorn) und 235/50 (hinten). Um die von jedem Reifen erzeugte Kurvenkraft zu maximieren, werden die Bremsen an jedem der vier Räder unabhängig gesteuert. Für eine sportlichere Optik sorgen Radhausverbreiterungen und Rallye-Felgen

Mehr Fahrkomfort

Neben der besseren Performance soll das neue Antriebskonzept auch für mehr Komfort sorgen. Die regenerative Bremswirkung des hinteren Motors ergänzt die übliche regenerative Frontmotorbremse, was die Neigung und Nickbewegungen des Fahrzeugs minimiert. Insassen sollen Verzögerungen im Stadtverkehr dadurch kaum noch wahrnehmen. Auch auf holprigen Straßen und beim Beschleunigen soll sich die Motorsteuerung positiv auf den Fahrkomfort auswirken.

Spezielles Display

Im Innenraum des 4,48 m langen, 1,83 m breiten und 1,54 m hohen Forschungsfahrzeug findet sich mittig auf dem Armaturenbrett ein großes 12,3-Zoll-Display: Der HD-Bildschirm liefert in Echtzeit alle wichtigen Informationen zur Fahrzeugsteuerung. Dadurch kann der Fahrer auf Wunsch das Eingreifen der Allradsteuerung sekundengenau beobachten.

Wann die Technik des Prototypen mit Twin-Motor und Allradantrieb in Serie geht, hat Nissan noch nicht verraten.