Wie ein Trabi – aber aus Blech und mit Allrad: Der ulkige LuAZ aus der UdSSR

Wie ein Trabi – aber aus Blech und mit Allrad

 
 
 

Eine Rennpappe war er nicht, eher ein Schwimmblech: Der Mini-Offroader aus Luzk. Diese Stadt in der Ukraine war einmal Sitz einer Fahrzeugfabrik, die die ganze Sowjetunion mit Allradautos belieferte, die wirklich nur aus Motor, Rädern und Blech bestanden. Sie fuhren überall (wenn auch nicht immer) – sogar auf Gewässern.

Ein noch hässlicheres Auto baute die Sowjetunion in ihrer ganzen Geschichte nicht. Aber, wie gesagt, es fuhr überall, und war für die damaligen Verhältnisse verlässlich: Die Chancen, dass es anspringt, standen zwei zu drei. LuAZ – eine Abkürzung für: Luzki Awtomobilnyj Zawod (Fahrzeugwerk Luzk).

Auf den folgenden Bildern sieht man, was passiert, wenn ein Ausbesserungsbetrieb sich als Autobauer versucht. Aber liebenswert war er doch, der LuAZ.

In den 1950er Jahren war das Werk im ukrainischen Luzk nur eine Werkstatt für Lastwagen und landwirtschaftliches Gerät. Aber dann hatte das Verteidigungsministerium der Sowjetunion einen Spezialtransporter für die Luftlandetruppen in Auftrag gegeben.

LuAZ-967 von 1961. Ein „Vorderlinientransporter“, sprich: motorisiertes Fuhrwerk, luftverlegbar, ausgelegt für einen Fahrer und zwei liegende oder sechs sitzende Verwundete. Das Fahrgerät war ein Amphibium, im Wasser durch die Bewegung der Räder angetrieben. Der Fahrer konnte das Fahrzeug liegend steuern – für den Fall, dass am Einsatzort scharf geschossen wird. Das Serienfahrzeug hatte einen 27-PS-starken V-Motor mit vier Zylindern und 0,9 Liter Hubraum.