Kein VW Polo R aufgrund zu niedriger Nachfrage

Der VW R-Chef hat gesprochen

 
 
 

Der VW R-Chef hat gesprochen

Ganz klein und schnell im VW-Konzern? Da muss man sich aktuell auf den frontgetriebenen Polo GTI und seinen ebenfalls 200 PS starken Bruder Audi A1 40 TFSI verlassen. Klar, 2012 gab es den streng limitierten und streng wahnsinnigen A1 Quattro mit 256 PS. 2014 folgte dann der Audi S1, ebenfalls mit Allrad und 231 PS. Aber diese Zeiten sind vorbei. Wer ein bockstarkes Kleinwagen-Allrad-Biest will, wird künftig bei Toyota fündig, bei VW eher nicht.

Obwohl man derzeit stark an der Expansion seiner sportlichen R-Modelle arbeitet, unter anderem mit dem neuen Touareg R sowie den kommenden Tiguan R und Golf 8 R, gibt es wohl keine Pläne für eine Ausweitung nach ganz unten.

Das bestätigte VW R-Boss Jost Capito kürzlich in einem Interview mit Car Throttle.

„Der Polo würde nicht funktionieren – wenn wir betrachten, was die Kunden in diesem Segment haben, dann ist da schon ein Interesse, aber das Volumen wäre zu niedrig und die Kosten wären zu hoch“, erklärte er.

2014 durften sich die Fans kurz Hoffnungen machen. Angepeitscht vom Erfolg des Polo R WRC in der Rallye-WM ließ der VW-Vorstand zwei Prototypen eines Polo R mit Allrad und 250 PS starkem Zweiliter-Motor bauen. Und sogar schon von Journalisten testen. Leider kam kein einziges weiteres Exemplar dazu.

So bleibt der 220 PS starke Polo R WRC, der ab Ende 2013 ausgeliefert wurde, der bisher potenteste Serien-Polo. Aufgrund der aktuellen Aussagen von Jost Capito dürfte das auch noch eine ganze Weile so bleiben.

Quelle: Car Throttle