Hier sollten Sie die Schneeketten montieren

in Mann bringt Schneeketten an: Beim Allradantrieb sollten bei extremen Witterungsbedingungen alle vier Reifen eine Schneekette tragen

 
 
 

Wenn Sie ein Auto mit Front- oder Heckantrieb fahren, ist klar, wo die Schneeketten hingehören: Auf die Antriebsachse. Beim Allradantrieb ist die Antwort nicht so einfach. Es gibt mehrere Möglichkeiten.

Wenn die Straßen tief verschneit sind, geht es manchmal nur noch mit Schneeketten voran. Auf bestimmten Pässen und anderen Straßen in besonders schneereichen Gebieten sind Schneeketten sogar vorgeschrieben. Wenn das blaue Schild mit dem bekannten Symbol am Straßenrand auftaucht, dürfen Autos ohne Ketten nicht weiterfahren. Das gilt auch für Fahrzeuge mit Allradantrieb. Den betroffenen Fahrern stellt sich in diesem Fall allerdings die Frage, wo sie die Schneeketten aufziehen sollen.

Auf der Vorder- oder Hinterachse?

Die meisten Experten sind sich einig, dass Ihr Auto mit Allradantrieb am besten mit Schneeketten auf allen vier Reifen vorankäme. Die Antriebskraft ist bei einem Allrad-Wagen auf alle vier Räder gleichmäßig verteilt. Daher ließe sich mit vier Schneeketten der maximale Effekt erzielen. Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Winterreifen-Special

In der Praxis begnügen sich die meisten Fahrer von Autos mit Allradantrieb jedoch mit zwei Schneeketten. Sie können entweder auf der Vorder- oder auf der Hinterachse montiert werden. Beide Varianten bieten Vor- und Nachteile. Wer die Ketten vorne aufzieht, bringt wegen des Gewichts des Motors mehr Kraft auf die Straße.

Einen besseren Schutz gegen das Ausscheren des Hecks auf glatten Untergründen bieten hingegen Schneeketten auf der Hinterachse. Eindeutige Vorschriften gibt es nicht. Beachten Sie deshalb die Hinweise in der Bedienungsanleitung Ihres Autos.

Schneeketten für Allradantrieb im Test

Tests haben gezeigt, dass besonders neue Modelle der Schneeketten einfacher zu montieren sind. Eine Neuanschaffung kann in Bezug auf das Anbringen der Schneeketten eine Überlegung wert sein.

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Ganz billige Schneeketten lohnen sich laut Experten nicht. Scharfkantigen und schlecht verarbeiteten Enden können zu Verletzungen führen. Auch rosten die Billig-Modelle oft schneller und lassen sich schwieriger anlegen. Bei schlechter Passform beschädigen sie in manchen Fällen sogar das Radhaus.