Lada 4×4 Urban: Ein Fossil mit fünf Türen

Der Lada 4×4 (früher Niva) ist ein fahrendes Fossil und seit Kurzem auch mit fünf Türen in Deutschland erhältlich.

Das ist er

Ein robuster Allradler und fabrikneuer Oldtimer. Seit 1977 wurde am Look des Offroad-Russen nur wenig verändert, sowohl innen als auch außen.

Immerhin: Ein (!) Airbag, ABS, elektrische Seitenspiegel und Fensterheber vorn sind in der „Urban“-Version mit drin. Der Innenraum riecht nach Kunststoff, die dünnen Türen fallen knackend ins Schloss.

Dafür ist der Einstieg in den Fond durch die Zusatz-Türen nun deutlich bequemer. Für den Einsatz im Wald stehen auf der Zubehörliste u.a. eine Wildwanne, Gewehrhalter oder ein Hundetrittschutz.

Technische Daten

• Modell Lada 4×4 Urban 5-Türer • Motor 1,7-Liter-Vierzylinder-Benziner • Leistung 83 PS • 0-100 km/h 17 s • Spitze 137 km/h • Werksverbrauch 9,5 l • Preis ab 14 290 Euro

So fährt er

Wie früher. Man fühlt sich zurückversetzt in seine Jahre als Fahranfänger: Der Schalthebel hakt sich seinen Weg durch die Gänge, den Rückwärtsgang zu treffen ist Glückssache. Die Lenkung ist präzise wie ein betrunkener Wilhelm Tell, der Wendekreis riesig.

Der 83 PS starke Benziner dröhnt in den Innenraum, begleitet vom Sägen des Getriebes. Aber: Im Geländeeinsatz ist der Lada mit Allrad, Untersetzungsgetriebe und Differenzialsperre ein tougher Arbeiter, der Schmutz nicht scheut. Das Erlebnis ist also zwiespältig: Nach heutigen Maßstäben anstrengend zu fahren, aber herrlich nostalgisch!

Das kostet er

Die Basisausstattung des Fünftürers ist für 12 990 Euro zu haben, die „Urban“-Variante (u.a. Sitzheizung, elektrische Spiegelverstellung und Kunststoff-Beplankung) kostet 1300 Euro mehr.

Fazit

Altmodisch, rauh und absolut unmodern. Dennoch irgendwie charmant – auch, weil er uns daran erinnert, wie komfortabel Autofahren geworden ist.

Positiv: + hohe Geländetauglichkeit + sehr übersichtlich + simple Technik

Negativ: – geringe Sicherheit – starker Kunststoffgeruch – recht hoher Verbrauch